Ansprechpartner: Roland Wacker eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

   




   

   

Baubericht

 "Hughes 500E mit T-Rex 600 ESP Mechanik" 

Autor: Siggi Grimm
 
 
 
 

Da die Entscheidung, meinen T-Rex 600 ESP in einen Vorbildähnlichen Rumpf einzubauen schon seit Längerem feststand, war es dann kurz vor Weihnachten tatsächlich soweit: Der bestellte Rumpfbausatz einer Hughes 500E von Robbe/Align wurde vom Postboten entgegengenommen. Ich hatte mich für die weiß-blau-grüne Version eines Hubschraubers der New Yorker Polizei entschieden. Die längere Suche im Internet, nach einem Vorbild dieses Modells, blieb bis jetzt jedoch erfolglos.

 

In den Rumpf eingebaut werden soll wie gesagt die Mechanik meines T-Rex 600 ESP. Der Heli hat bereits zahlreiche Flüge hinter sich und ich werde auch in diesem Bericht nicht mehr näher auf den Aufbau des T-Rex 600 eingehen. Vielmehr möchte ich auf eventuell auftretende Schwierigkeiten beim Einbau der Mechanik in den Rumpf hinweisen und die Instalation der geplanten Beleuchtung sowie ihre Komponenten etwas genauer unter die Lupe nehmen. 
 
 
Technische Daten  der Hughes 500E:
 
Maßstab: ca. 1:5,4
Länge: 1250mm
Breite: 360mm
Höhe: 490mm
Rotordurchmesser: 1350mm
Antrieb: Baukastensetup T-Rex 600 ESP
Regler: Kontronik Jazz 55 mit Nadelkühlkörper
Kreisel: Align
Akku:  6S 5800mAh Rock-Amp Heli-Performance
Empfänger Doppelstromversorgung (Jazz 55 & externes  BEC)
Gewicht Rumpfzelle inkl.Zubehör & Kleinteile: ca. 1280g
Gesamtfluggewicht: 4780g
 
 

Bei einer ersten Begutachtung der Teile aus dem Karton machte sich zunächst Begeisterung breit. Alle zum Umbau erforderlichen Teile sind vorhanden, die Rumpfteile sind perfekt lackiert und oben drauf gibt’s eine verständliche Bauanleitung.

 

Bei näherem Hinsehen allerdings musste ich feststellen, dass die Innenseite der Kanzelverglasung ziemlich „versprühnebelt“ war und erst nach einer längeren Polieraktion wieder richtig durchsichtig werden würde. Kein Problem, das lässt sich beheben. Aber der stark verzogene Dom machte mir deutlich größere Sorgen. Zuerst musste alles sauber nachgeschliffen und anschließend durch vorsichtiges Erwärmen mit dem Heißluftfön so gut wie möglich ausgerichtet werden. Eine recht zeitaufwändige Aktion, aber wer nicht weiß dass es immer noch ein bisschen krumm ist dem fällt es wahrscheinlich nicht auf. 

 
Um die Mechanik in den Rumpf einbauen zu können müssen lediglich das Kufenlandegestell, die Heckrohrabstützung, die beiden Leitwerke und das Heckrotorgetriebe demontiert werden. Die Zentrierung des Heckrohres im Rumpf erfolgt durch einen Schaumstoffring, der von hinten auf das Hechrohr aufgeschoben wird.
 

 

 

           

       Bild oben: die demontierten Teile der Mechanik

 

 

 

 

   

 

 

   

 

           

          Bild links: die Mechanik darf  "Probesitzen"   

 

Bei der Verschraubung der Mechanik mit dem Rumpf tauchen zunächst Fragen auf. Es gibt hier Einpressmuttern, bei deren Nutzung die Mechanik einen Versatz von ca. 10mm nach vorn hat. Die Haube lässt sich so nicht mehr aufsetzen da sie am Rotorkopfgestänge  ansteht.  Die Muttern sind wohl für die Nitro-Version oder eine andere Mechanik vorgesehen. Ich habe mir Anfangs lange überlegt, ob ich an der Mechanik eine versetzt angebrachte Möglichkeit zur Befestigung schaffe, um die Einpressmuttern doch nutzen zu können, habe mich dann aber (vielleicht aus Faulheit) dagegen entschieden. Ich habe die Mechanik einfach einmal mit den vorgesehenen Holzschrauben eingebaut und war überrascht, wie die ganze Sache doch hält. Nach dem „Härten“ der Schraubenlöcher mit Sekundenkleber konnte ich die Schrauben sogar richtig fest anziehen und bin mir eigentlich sicher, dass da nichts mehr auseinander fliegt. Sollte ich nach einigen Flügen dann doch noch feststellen, dass die Schraubenlöcher ausleiern, kann ich es immer noch ändern und so umbauen (3. Bild v. oben):

 

http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/219635-T-Rex-600-ESP-im-Align-Hughes-500-Scale-Rumpf-3D-Fun-Scale

 

Das Heckservo muss ca. 30° nach unten gekippt werden, um mit der Mechanik im Rumpf weit genug nach hinten rutschen zu können. Das Gestänge muss um ca. 5-8mm gekröpft werden. Nur auf diese Weise ist eine spannungsfreie Anlenkung möglich.

   
   
Die herstellerseitig am Domspant aufgeklebten Dämpfungsgummis waren leider so dünn, daß sie nicht ganz bis an die Seitenteile der Mechanik reichten. Sie wurden von mir deshalb jeweils durch einen ca. 15mm dicken und 20mm breiten, etwas härteren Moosgummistereifen ersetzt.           
                             
                         Dämpfungsgummi rechts             Dämpfungsgummi links
   
Die Innenseiten der Rumpfteile habe ich matt-hellgrau lackiert. Ansonsten verläuft der Einbau der Mechanik relativ unspektakulär, das Vorhandensein von entsprechendem Werkzeug (im Hintergrund zu sehen) vorausgesetzt. Das Verschrauben der Landegestellstützen und der Mechanik im Rumpf erfordert aufgrund der sehr schlechten Zugänglichkeit der Schrauben etwas Fingerfertigkeit, denn hier haben nur noch zwei "kleine" Modellbauerhände Platz.          
   
   
Die Öffnungen für die Landegestellstützen im Rumpf sind für meine Begriffe deutlich zu groß ausgefallen. Hier waren zum Teil umlaufend 3mm breite Spalte vorhanden. Um hier bei etwas "unsanfterem" Aufsetzen ein Ausbrechen der Kanten durch das Anschlagen der Stützen zu verhindern, habe ich die Zwischenräume mit Silikon ausgefüllt und innen wie außen, soweit zugänglich vermufft. Ich war nach dem Aushärten des Silikons selber überrascht: Hält super und ist trotzdem noch flexibel !
   
   

Um die Seitenflosse ohne Verspannung mit dem Heckausleger verschrauben zu können, waren 4mm breite Distanzbuchsen erforderlich.

  
 
 

Der Einbau einer vorbildähnlichen Beleuchtung war ebenfalls von Anfang an klar. Wichtig war es für mich, dass ACL´s, Positionslampen und Landescheinwerfer auch bei Tageslicht und aus einiger Entfernung noch gut zu sehen sind. Sämtliche Komponenten habe ich mir bei http://shop.rc-electronic.com (Emcotec/Optotronics) bestellt. Die Sicherheitshinweise in den Bedienungs- und Einbauanleitungen bezüglich der Lichtleistung dieser Bauteile sind übrigens absolut gerechtfertigt!

 
 
 

Verbaut werden folgende Komponenten:

 

1x Lichtsteuermodul ACL Mega Flash

1x RC Schalter JETI SP06

2x Seoul Emitter rot + Kühlkörper

1x Landescheinwerfer 20mm (Seoul Emitter + Kühlkörper)

1x Power LED 8,2mm weiß

1x Vorwiderstand bez. auf 4,8V Stromversorgung

1x Abdeckkappe für Positionslicht weiß

Stromversorgung: 4,8V, 800mAh Eneloop

 
 
 

Um die enorme Wirkung der Seoul Emitter optimal zur Geltung zu bringen, habe ich die Sockel der roten ACL-Abdeckungen auf dem Dom und an der Rumpfunterseite entfernt (Bild unten). Dies geht sehr einfach in dem man von innen leicht gegen das Laminat drückt. Jetzt können die Löcher im Rumpf auf 9mm aufgebohrt werden und die Linsen der Emitter kommen etwas außerhalb der Rumpfwand zum liegen. Der Abstrahlwinkel von 130° wird auf diese Weise voll ausgenutzt. Die Abdeckungen werden dann einfach ohne Sockel mit Sekundenkleber angebracht.  

 
 
 
 
 
 

Die verwendeten Seoul Emitter (Bild oben rechts) wurden mit Kühlkörpern versehen (Wärmeleitkleber „arctic silver“, Info und Bezug bei Conrad oder www.arcticsilver.com) und mit wenig 5min Epoxi von innen eingeklebt. Auf diese Weise kann ein defekter Emitter mit nur geringem Aufwand (Dremel mit Trennscheibe) wieder entfernt werden. 

 
 
Nachdem bereits am Dom und an der Rumpfunterseite rote Blitzer vorgesehen sind, habe ich die „blinde“ rote Lampe an der Heckflosse in eine funktionierende weiße Positionslampe umgebaut. Ein kleiner Ruck mit der Kombizange genügt schon und die Lampenattrappe verabschiedet sich
   
Die vorgesehene weiße 8mm Power-LED verschwindet in einem Alu-Gehäuse (Alu-Rohr Da=10mm, Di = 8mm) mit weißer Abdeckung. Zur Kabeldurchführung müssen nur noch zwei Bohrungen im Abstand der LED-Anschlüsse angebracht werden. Aufgeklebt wird die Lampe mit Silikon. Der Rest des Kabels wird innen im Heckausleger nach vorn verlegt.        
 
 

Über die Anformung für den Landescheinwerfer (Durchmesser 20mm) wurde zur Versteifung ein schräg aufgeschnittenes GFK-Rohr mit dem entsprechenden Innendurchmesser angeklebt. In diesem Rohr wird der Scheinwerfer mit etwas Silikon fixiert und kann so im Fall eines Defektes leicht wieder ausgebaut werden ohne dass die Lackierung innerhalb der Anformung leidet.

 
 
   
 
 
Das lang erwartete Steuermodul ist endlich angekommen und der Einbau der Beleuchtung kann weitergehen. Da alle Leuchtmittel über einen Stecker mit dem Mega-Flash verbunden werden sollen, erfolgt zunächst das Löten der Verbindungen und im Anschluß der Einbau ins Modell.
 
                                     Das Lichtsteuermodul
 
                            Der RC-Schalter
 
 

Für die in den Landekufen integrierten Positionslampen hatte ich noch nicht die zündende Idee (Scale gehts schon, bei  http://www.cs-scale-concepts.de  aber der Preis !!!).

 

Die Hughes hat bereits ihre ersten Testläufe zu meiner Zufriedenheit absolviert. Das relativ große Leitwerk dieses Helis ist der perfekte "Schwingungsindikator". Es hat sich gezeigt, daß der Heckrotor noch einmal genauer gewuchtet werden muß. Gesagt - getan und die Maschine läuft vibrationsfrei. Beim Stöbern zum Thema Wuchten im Internet habe ich auch noch ein richtig gutes Video gefunden: 

http://www.rcmovie.de/video/f824eb6cb90ab95ef9e2/RC-Heli-Rotorkopf-wuchten-und-balancieren

 
 
 
 
Fortsetzung folgt....

 

   
© 2016 MFC Ikarus Kempten