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Baubericht

 

 

"Big Lift"

 

 

Autoren: Wilfried und Norbert Petrick

 
 
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Im Herbst 2009 reifte bei meinem Bruder Norbert der Entschluß, einen Big Lift zu erstellen. Ganz aus Holz sollte er sein, so wie der Big Lift I weiland von Multiplex. Einen hatten wir schon, allerdings mit einem Hörnlein 12,76 ccm Motor, mit dem wir "Huckepack" flogen. Bis er eines Tages vom Öl aufgeweicht war und so sein Ende fand.

 

Ach ja, da gab es noch den "Vereins-Big-Lift I", der nur wenige Schlepps überdauerte, bevor er ein unrühmliches Ende, und dass auch noch als Motormaschine, fand.

 
 
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Nachdem wir beide über ausreichend Erfahrung in hochfester Bauweise, speziell Balsa/ Epoxy/CFK Fasern haben, konnte es losgehen. So setzten wir uns ein Gewichtslimit von 5 kg, was eine Folienbespannung voraussetzte. Bei dem Antrieb suchten wir nach einem Triebwerk mit einem Schub- / Leistungsverhältnis von 1:1, was auch für größere Pötte reichen sollte.

 
 
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Das wir hierbei mit der Festigkeit nicht sparten, kann der geneigte Leser beispielsweise am Detail Motoraufhängung / Rumpf sehen. Wir verwendeten hierzu etliche Meter UHM (Ultra-High-Modulus)-CFK Rovings in Verbindung mit Matten. 

 
 
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Im Frühjahr 2010 bemerkte ich bei ebay eine Motorhaube des Big Lift I, die ich kurz darauf vorschnell ersteigerte. Vorschnell deshalb, weil zwischen Deckschicht und Gewebeaufbau die Trockenzeit zu lange war. Als Folge: Es platzte überall die Deckschicht ab. Also zähneknirrschender Weise sämtliche kritischen Stellen "wegdremeln" und mit Harz-Microballon-Gemisch wieder anformen (Norbert sei Dank!).

 
 
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Technische Daten:  
 
Modell
Spannweite: 2250 mm
Länge: 1620 mm
Gewicht:  5 kg
Profil:  Clark Y
EWD:  1,5° 
 
Antrieb
Motor: AXI 5330 Gold Line
Max. Belastung: 72A/20 sek.
Gewicht Motor: 652 g
Empf. Modellgewicht: 5.000-10.000 g
Empf. Propeller: Graupner E 22x12
Regler: Jeti Spin 99
Luftschrauben + Spinner: Klappluftschraube System Meier
Antriebsakku: LiPo 8-10S
RC-Komponenten
Servos:

4x Graupner DS 8077

1x Graupner C 5077 

Empfänger-Akku: 2x FePo 2300 mA an Jeti BEC
 
Material  
Holz: Hobby Lill /Thommy´s Modellbauecke
Folie: Oracover transparent gelb/rot
 
 
Von Anfang an wollten wir - ohne das wir damals bereits die Vereinswebsite erahnten - die Entstehung der Maschine in ausreichend Fotos dokumentieren. Wir hoffen, dass dies gelungen ist. Bilder sagen mehr als Worte.
 
 
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Baubericht

 

 

"Cessna 182 von Top-Flite"

 

 

Autor: Uli Reichart

 
 
 
 
In der letzten Flugsaison habe ich mich endgültig mit dem F-Schleppvirus infiziert. Jetzt wollte ich natürlich für meine Grob 103 Twin Acro auch eine passende Motor-Schleppmaschine. Einige Vereinskameraden haben ja schon ein passendes Model oder planen gerade auch eine größere Maschine zu bauen.
Als ich mal wieder im ebay rumstocherte stieß ich auf ein verlockendes Angebot. Eine Cessna 182 Skylane mit 2 Meter Spannweite aus dem Hause TopFlite, die auch von Simprop in Deutschland vertrieben wird. Nach Rücksprache mit meinem Finanzminister (alias meiner Frau) hatte ich die Freigabe bis zur Hälfte des Neupreises mitzubieten. Das waren beim günstigsten Anbieter zu dieser Zeit 280.- €. Mit wenig Hoffnung auf den Gewinn der Auktion lies ich mein Gebot so stehen. Schwupps! Was war denn da los – für 211.-€ war ich Höchsbietender. Jetzt rasch die Transaktion abschließen bevor der Verkäufer sich noch anderst entscheidet. Da schon im Auktionstext drin stand, daß es etwas dauern könne, da eine Hälfte der Verpackung fehle, geduldete ich mich auf die Nachricht des Versandes.

 

Knapp zwei Wochen später war dann der ersehnte Karton da. Doch oh Schreck – das Seitenleitwerk war vom Rumpf abgebrochen und im Höhenleitwerk war an mehreren Stellen die Beplankung eingedrückt bzw. ganz durchbrochen. Nach Kontaktaufnahme mit dem Verkäufer einigten wir uns darauf dem Transportunternehmer (den ich hier nicht nennen möchte) den Schaden zu melden. Immerhin war das Paket als versichertes Sperrgut für 25.-€ verschickt worden. Die Mehrkosten hat der Verkäufer übernommen da im Angebot nur was von zehn Euro drinstand. Als Empfänger der Sendung war es meine Aufgabe die Schadensmeldung auszufüllen und diese und die beschädigte Ware samt Verpackung beim Versand-Dienstleister einzureichen. Der begutachtete das Paket und meinte, dass er in seiner Annahmestelle das Paket so gar nicht angenommen hätte. Aber er musste die Sendung ja nur zur Schadensabteilung weiterleiten. Nach weiteren zwei Wochen hatte ich mein Paket samt beschädigtem Modell wieder zurück. So wie ich es auch gewählt habe. Oder hätte ich es dem Verkäufer wieder zurückgeben sollen? Nein! Dann hätte es vielleicht sein können, dass ich meinem bezahlten Geld noch hinterherjagen kann. Ware weg und Geld weg – ne ne ne ne neee!
 
           Die Verpackung
                                Das beschädigte Seitenleitwerk
 
Nochmals nahm ich Kontakt zum Verkäufer auf, dessen Telefonnummer ich mittlerweile schon hatte. Wir wollten jetzt auf die Reaktion des Transportunternehmens warten. Fast jede Woche schrieb ich den Verkäufer an ob er schon eine Nachricht bekommen habe. Aber leider nein. Nach über drei Wochen versprach er mir, er werde jetzt schriftlich intervenieren und notfalls mit einem Anwalt drohen. Eine weitere Woche später habe ich selber nochmal schriftlich bei der Schadensabteilung über die Abwicklung des Schadens angefragt. Leider erhielt ich auch nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums eine Antwort. Als ich mich wieder an den Verkäufer wandte war dieser schon etwas genervt und unterbreitete mir dann ein Vergleichsangebot - die Hälfte des Verkaufspreis will er mir zurückerstatten und auf eine Weiterverfolgung der Schadensabwicklung wird verzichtet. Ich bat um eine Bedenkzeit von einer Woche. Nach Rücksprache mit meinem Modellbaufreund Siggi war das Geschäft ausgehandelt. Und wie versprochen erhielt ich exakt die Hälfte des Kaufpreises – 105,50€ - zurück überwiesen.
 
Jetzt war es also entschieden – ich werde dieses Modell fertigstellen. Dazu bin ich aber auf die Mithilfe und Erfahrung eines versierten Modellbauers angewiesen. Mit Siggi gemeinsam sind folgende Komponenten ausgewählt worden:
 
Antrieb:
 
Torcster Brushless Gold A5330/11-225 Gewicht 596g
mit  8S als 2x4S Konfiguration – ca. 40A Strom mit einem 19x9 EM-Elektro-Prop Holz,
2 x 4S 5000mAh RockAmp HeliPerformance (bereits im Bestand), 2 x 4S 5000mAh Robbe Roxxy-Power ZX (neu beschafft).
 
 
Drehzahlsteller:
 
Hype BL- 70A HV Alpha Plus ohne BEC
 
 
Empfänger:
 
Graupner SMC-20DS K-187 B-Band 9 Kanal Doppel Superhet mit Wurfantenne Länge 100cm
 
 
 
Stromversorgung:
 
2 x 2S-Lipo 2200mAh Dualsky XPower über EMCOTEC DPSI Micro Dualbat 5,5V/5,9V
 
Servos:
 
QR 2 x Hitec HS5625BB/MG Digital 9,4 Kg Stellkraft
LK 2 x Hitec HS5625BB/MG Digital 9,4 Kg Stellkraft
HR 1 x Hitec HS5645BB/MG Digital 12,1 Kg Stellkraft
SR/Bugrad 1 x Hitec HS5645BB/MG Digital 12,1 Kg Stellkraft
Schleppkupplung 1 x Hitec HS5645BB/MG Digital 12,1 Kg Stellkraft
 
Elektronik:
 
V-Kabel 2 von SM Modellbau zur Ansteuerung der Landeklappen
NL1W von Microsens Electronics zur Beleuchtungssteuerung (Flash, Positionslichter, Landescheinwerfer)
 
 
                                                                                             V-Kabel                                                                       Lichtsteuermodul
 
Das Wiegen der unverbauten Bauteile hat folgende Gewichte zur Waage gebracht:
 
Rumpf:                              1018g
HLW:                                   228g
SLW:                                     95g
Fläche links:                        540g
Fläche rechts:                     540g
Flächenmittelstück:             196g
Motorhaube:                       162g
Kleinteile:                          1400g (Streben, Fahrwerk, Schleppkupplung, Scaleausbau,
                                                     Schrauben, Anlenkungen, etc...)
Bauteile Gesamt:            4179g
 
Motor                                  596g
Akkus ca.                          1000g
Servos                               300g
 
Vorauss. Fluggewicht:   6075g
 
 
Für den Sender, eine MC-19, habe ich noch einen 3-Stufenschalter nachgerüstet um die Landeklappen auf fixe Positionen fahren zu können. Beim Kauf des Bausatz hab ich schon ordentlich Geld gespart, aber die anderen Komponenten sollen deshalb auch nicht Billigware sein:
 
Modell ARF-Bausatz 105,50
Antrieb (Motor/Regler/Akkus/Luftschraube) ca. 380.-
Elektronik (Servos/Empfänger/Akku/etc.) ca. 510.-
 
Bauteilekosten vorerst 995,50.-
 
 
Jetzt juckt es mich natürlich in den Fingern alles zu einem Ganzen zusammen zu fügen und dann kann das Frühjahr kommen …(Stand 15.01.2012)
 
 
 
 
25.05.2012, Fortsetzung:
 

Das Frühjahr war gekommen – schneller als ich dachte – die Finger juckten natürlich noch, aber auch zum Fliegen.

 

 

 

 
Um den Zusammenbau und Einbau der RC-Anlage zur Erleichtern ist der beste Schritt dem Rumpf „Füße“ zu geben. Wenn das Fahrwerk erst mal dran ist kann man die Fahrgastzelle ohne Bauständer für die Montage handhaben. Die Hauptfahrwerksstreben sind aus GFK gefertigt und auch bereits lackiert. Zuerst werden die Radachsen eingeschraubt. Hier hat sich schon die erste Passungenauigkeit gezeigt. Der Lochdurchmesser der Räder ist ca. 2mm größer als die der Achsen. Den ersten Gedanken, diese durch passende Schrauben zu ersetzen mussten wir aufgrund fehlenden Materials verwerfen. Jetzt fanden wir zum Glück in den Werkstoffvorräten passende Alurohrhülsen, die wir zur Auffütterung einpassten. 
 
 
Der Rest war nur reine Montagearbeit. Leider waren von den mitgelieferten Stellringen die Madenschrauben nicht mehr auffindbar und so mussten wir wieder in die Baukiste greifen. Da es sich um ein „amerikanisches“ Modell handelt, stellten sich auch manchmal die Angabe der Schraubengröße und des dazu passenden Werkzeugs als recht schwierig heraus. Angaben im Bauplan wie 4-40-3/4“ – soll heißen: 4 Stück mit 40 Windungen pro Zoll und einer Länge von 16mm – der Durchmesser wird nicht angegeben. 
 
 
Am Bugfahrwerk mussten wir ebenfalls Modifikationen vornehmen. Die Bohrungen der beiden Achsaufnahmen hatten einen anderen Abstand als das vorgesehene Plastikteil. Nun waren wir schon dabei neue Löcher mit Einschlagmuttern dahinter anzubringen und deshalb ersetzten wir die anderen beiden Einschlagmuttern ebenfalls mit metrischen Gewinden. Die Stellringe für die Bugradachse mussten wir passgenau aussuchen weil es um wenige hundertstel Toleranzen ging. Nachdem auch hier der Radschuh zentriert befestigt war und die Achse wieder am Motorspannt eingefädelt war hatten wir diese teilweise knifflige Teilaufgabe gelöst.
 
 
 
Als nächstes will die Motorhaube angepasst werden und der Antrieb seinen Platz finden. Die am vorhandenen Motorspannt seitlichen Vorbauten für die Empfängerakku- und Regleraufnahme war für die freie Platzierung des Motorträgers eher hinderlich und wurden daher kurzerhand abgesägt. Die Motorhaube hat Siggi an das Dekor angepasst und Bohrungen an den Stellen der vorgesehenen Befestigungsklötzchen gemacht. Mit fünf Blechschräubchen ist nun also die Rumpfspitze befestigt und die imposante Größe einer 2-Meter Cessna kann schon besser erahnt werden. Der Motor ist  für Rückspantmontage vorgesehen. Deshalb mußte der Motorträger, der aus CNC-gefrästen Holzteilen zusammengeleimt werden muss, auf die entsprechende Länge gekürzt werden. 
 
In der Bildmitte (roter Pfeil) die Montage- und Ausrichthilfe
 
Jetzt ging es um die Festlegung der Motorträgerposition passend zur Haube. Dazu nutzten wir zuerst die 2-Mann-Power. Einer hielt das Modell in der senkrechten Nase-nach-oben Richtung und der andere stellte den montierten Motor samt Träger auf den Spannt. Nun wurde noch die Motorhaube an ihre ungefähre Position gebracht und die Motorachse ausgerichtet. So hatten wir schon eine sehr gute Möglichkeit den Montageort ausfindig zu machen. Leider noch nicht genau genug. Um es perfekt zu machen, entwickelte Siggi eine Klemmvorrichtung die es uns erlaubte den Motorhalter samt Motor an seiner zukünftigen Position zu fixieren. Diese Bestand aus zwei Buchenholzklötzchen mit einer zentralen Bohrung und einer Einschlagmutter. So konnten wir die Lage des Motorträgers und der anzubringenden Bohrungen exakt ermitteln. Jetzt folgte das Anbringen der Einschlagmuttern auf der Rumpfinnenseite des Motorspants. Das war ungefähr so schwierig wie wenn man versucht ein Zimmer durch das Schlüsselloch zu tapezieren. Da wir keinen Gynäkologen zur Hand hatten, war also viel Geduld und einige Schweißperlen nötig um diese Fummelei zu erledigen. Außerdem verhinderten die in der Innenseite zur Verstärkung angebrachten Dreiecksleisten das gerade Einziehen der Einschlagmuttern. Damit die Schrauben später ihre Richtung und damit die Lage des Motors nicht veränderten wurden also kleine Klötzchen unterlegt. Die zuerst verwendeten Schrauben waren etwas zu lang und kollidierten beim vollständigen Einschrauben mit einem weiteren Rumpfspannt. Nachdem also der Motorträger und Motor montiert war befestigten Siggi und ich an diesem Abend zum letzten Mal die Motorhaube, was inzwischen schon zur Routine wurde, und jetzt sah zumindest der Rumpf schon mal sehr nach einem richtig tollen Flieger aus.          
 
...der Spinner darf probesitzen...
 
 
 
In der Zwischenzeit hat Siggi sich der Reparatur der Transportschäden angenommen. Dazu hat er an einigen Abenden und freien Stunden die eingedrückte Beplankung und das abgebrochen Seitenleitwerk aufs ordentlichste zusammengeklebt. Die Löcher und Lücken hat er mit Autospachtel gefüllt und säuberlich verschliffen. Den Rumpf samt Leitwerk, also mit eingepassten, aber noch nicht verklebten Rudern konnten wir jetzt schon bestaunen. Wow - was für eine Riesenkiste!
 
 
         ...das beschädigte Höhenleitwerk...                                     ...gespachtelt...
 
    ...geschliffen...
 
 
... und vollständig wieder hergestellt mit Folie und Dekor !
 

Nachdem nun doch eine längere Zeit ohne weitere Bautätigkeiten verstrichen war, (die Flugsaison und andere Verhinderungen waren dazwischengekommen), wollten wir jetzt endlich das Projekt fertigstellen. Am Seitenleitwerk, das zwischenzeitlich auf dem Rumpf angeklebt wurde, fehlte noch die Bügelfolie und das Dekor. Dies wurde nach Vorlage der Bilder zuerst mit Fineliner angezeichnet und dann mit dem Skalpell ausgeschnitten und letztlich angebracht.

 
 
Der Aufbau der Tragfläche:
 
Jetzt wurde es Zeit sich den Tragflächen zu widmen. Dem Baukasten liegen Flächenverbinder bei die als Verbund erst hergestellt werden. Jeweils zwei Sperrholzstücke und eine Aluplatte bilden einen Flächenverbinder zum Mittelstück. Diese sind bereits mit der V-Form versehen, so dass hierauf zu achten ist. 
 
Die einzelnen Komponenten...
 
...und Baugruppen zum Aufbau der Tragfläche.
 
Solange diese Teile aushärten widmen wir uns der Anlenkung der Querruder und der Landeklappen. Letzteren liegen Scharnierstifte bei, die in bereits angebrachte Löcher eingeklebt werden sollen. Nachdem die genaue Position der Gelenkstücke senkrecht über der Spaltkante liegt, sieht man auch schon die erhöhte Wirkung dieser Landeklappen. Sie öffnen eine Spalt an der Flächenhinterkante und führen dadurch einen Luftstrom zur  Auftriebserhöhung der Profilverwölbung. Die Querruder werden mit Fliesscharnieren angeschlagen. Die dazu nötigen Schlitze sind bereits im Ruder und der Endleiste Herstellerseitig eingebracht worden. Nun geht es an die Anlenkung. Die Servos (alle HS-5625) werden mittels Hartholzklötzchen an den Servodeckeln befestigt. Dabei sind die Querruderservos gegensinnig und die Landeklappenservos in gleicher Ausrichtung zu montieren.
 
Der Schacht fürs Landeklappenservo.
 
Bei den Einfädelhilfen für die Servoanschlusskabel wurde gespart. Sie waren so kurz, daß es nicht möglich war ein Kabel vernünftig anzuknoten. Da aber der Ausschnitt in den Spanten geräumig genug war konnte man die Servoverlängerungen problemlos mit einem Draht als Zughilfe verlegen. Die beigelegten Ruderhörner und Schubstangen sowie zugehörige Plastikgabelköpfe haben wir von vorn herein (auch wegen der Zollgewinde) nicht in Betracht gezogen einzubauen. Es wurden also 2mm Schubstangen und dazu passende Gabelköpfe aus Metall und mit metrischen Gewinden besorgt und auf die passenden Maße abgelängt und eingebaut.
 
Die Servos sind auf die Schachtabdeckungen montiert.
 
Landeklappen und Querruder sind montiert.
 

Ein mittelmäßiges Gefummel war der Einbau der Anlenkung der Landeklappen aufgrund sehr beengter Platzverhältnisse. Ebenso haperte es wieder mit den Kabeln für die Beleuchtung – siehe Servokabel. Die Randbögen wurden mit reichlich Epoxy angeklebt, da diese leicht nach innen gewölbt waren. Jetzt wurden die Flächenverbinder, unter Beachtung der Ausrichtung für die V-Form, in die rechte und linke Flächenhälfte eingeklebt. Jeweils zwei Servo- und ein Beleuchtungskabel schauen aus einer Öffnung im Flächenmittelstück welches nun mit den Flächenhälften formschlüssig und belastungsfähig verklebt wurde. Schon ein imposanter Flügel, der sich da mit dem Rumpf dann in die Lüfte erheben soll – und nicht gerade ein Leichtgeweicht (wen wunderts: GFK-Ruder, 4-Servos).

 
 
Einen Abend investierten wir rein nur für die Programmierung der Querruderausschläge und den Landeklappen. Diese wurden über ein programmierbares V-Kabel-Modul mit Verzögerung programmiert. Jetzt kann man am Sender (eine MC-19) einen Dreistufenschalter (der über einen Mischer programmiert wurde) die Stellungen AUS-START-LANDUNG betätigen. 
 
...die fertige Fläche während der Einstellung der Klappenausschläge...
 
 
Stand 11.12.2012, Fortsetzung folgt...
 
 
 
 
   
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